murakami and me oder...
....wie ein buch einem in den letzten 20 seiten dass herz zerreisst und im letzten absatz wieder alles rettet.

ich muss dazu sagen, ich hab schon sehr viel von murakami gelesen. er ist sowas wie ein lieblingsautor (wie auch houellebecqu, zwar gegensaetzlich aber das ist eine andere geschichte)
angefangen hab ich mit 'als ich eines tages das 100% maedchen sah'
dann 'mr. aufziehvogel'. gleich ein ganz grosser wurf. seitdem komm ich nicht mehr los.
ein buch von ihm zu lesen ist wie heimkommen. es sind immer aehnliche themen. aehnliche figuren. aehnliche symbolik. mensch koennte meinen langweilig weil immer dasselbe. aber es sind sehr zaertlich gezeichnete figuren deren geschichten mich immer besonders interessieren.
jetzt hab ich vor ein paar tagen wieder lust auf einen murakami gehabt und nachdem immer mehrere ungelesene buecher fuer solche faelle parat haben, schnappte ich mir blauaeugig 'naokos laecheln'.
seitdem hab ich in meiner spaerlichen freizeit nicht mehr losgelassen und es heute in der mittagspause und dann noch irgendwie am nachmittag neben zivildiener taetigkeiten fertiggelesen.
unter dem titel steht: 'nur eine liebesgeschichte' zuerst als pure euphemismus entlarvt aber dann doch festgestellt, es ist tatsaechlich nur eine liebesgeschichte. das thema tod ('etwas das wir unser ganzes leben heranzuechten'), wahnsinn und liebe ist bestimmend. die geschichte selbst spielt im japan der sechziger im studentenumfeld (dem der titelheld eigentlich weitgehend fern bleibt). er ist gewaehlter aussenseiter. gepraegt vom tod seines einzigen und besten freundes den er mit 17 jahre erlebte, lebt er in seiner welt die er 'jeden tag aufzieht'. unmotiviert aber fleissig. er trifft dann zufaellig die freundin (naoko) des verstorbenen freundes und eine seltsame freundschaft die sich spaeter zur liebe weiterentwickelt ensteht. sonntagsspaziergaenge ohne worte. gemeinsam im regen stehen.
er liebt sie. sie ist unfaehig zu lieben. nach einer gemeinsamen nacht in der sie das erste mal miteinander schlafen verschwindet sie und er hoert erst monate spaeter wieder von ihr. aus einem sanatorium/nervenheilanstalt. inzwischen lernt er die lebensfrohe midori kennen. auch zwischen ihnen waechst eine freundschaft. doch er kann sich ihr nicht oeffnen. er lebt fuer naoko. er wartet auf ihre genesung. [der rest steht im buch]
dieses buch hat mich in den bann gezogen und nicht mehr losgelassen. und der schmerz. dieses dumpfe weh. sehr traurig.
wer salinger mag. lest dieses buch.
haruki murakami - naokos laecheln

ich muss dazu sagen, ich hab schon sehr viel von murakami gelesen. er ist sowas wie ein lieblingsautor (wie auch houellebecqu, zwar gegensaetzlich aber das ist eine andere geschichte)
angefangen hab ich mit 'als ich eines tages das 100% maedchen sah'
dann 'mr. aufziehvogel'. gleich ein ganz grosser wurf. seitdem komm ich nicht mehr los.
ein buch von ihm zu lesen ist wie heimkommen. es sind immer aehnliche themen. aehnliche figuren. aehnliche symbolik. mensch koennte meinen langweilig weil immer dasselbe. aber es sind sehr zaertlich gezeichnete figuren deren geschichten mich immer besonders interessieren.
jetzt hab ich vor ein paar tagen wieder lust auf einen murakami gehabt und nachdem immer mehrere ungelesene buecher fuer solche faelle parat haben, schnappte ich mir blauaeugig 'naokos laecheln'.
seitdem hab ich in meiner spaerlichen freizeit nicht mehr losgelassen und es heute in der mittagspause und dann noch irgendwie am nachmittag neben zivildiener taetigkeiten fertiggelesen.
unter dem titel steht: 'nur eine liebesgeschichte' zuerst als pure euphemismus entlarvt aber dann doch festgestellt, es ist tatsaechlich nur eine liebesgeschichte. das thema tod ('etwas das wir unser ganzes leben heranzuechten'), wahnsinn und liebe ist bestimmend. die geschichte selbst spielt im japan der sechziger im studentenumfeld (dem der titelheld eigentlich weitgehend fern bleibt). er ist gewaehlter aussenseiter. gepraegt vom tod seines einzigen und besten freundes den er mit 17 jahre erlebte, lebt er in seiner welt die er 'jeden tag aufzieht'. unmotiviert aber fleissig. er trifft dann zufaellig die freundin (naoko) des verstorbenen freundes und eine seltsame freundschaft die sich spaeter zur liebe weiterentwickelt ensteht. sonntagsspaziergaenge ohne worte. gemeinsam im regen stehen.
er liebt sie. sie ist unfaehig zu lieben. nach einer gemeinsamen nacht in der sie das erste mal miteinander schlafen verschwindet sie und er hoert erst monate spaeter wieder von ihr. aus einem sanatorium/nervenheilanstalt. inzwischen lernt er die lebensfrohe midori kennen. auch zwischen ihnen waechst eine freundschaft. doch er kann sich ihr nicht oeffnen. er lebt fuer naoko. er wartet auf ihre genesung. [der rest steht im buch]
dieses buch hat mich in den bann gezogen und nicht mehr losgelassen. und der schmerz. dieses dumpfe weh. sehr traurig.
wer salinger mag. lest dieses buch.
haruki murakami - naokos laecheln
umleitung - Dienstag, 3. Juni 2003, 18:43


verdammt,
besonders mit diesem "wer salinger mag" einwurft hast du mich voll drangekriegt.
im buch...
aber ich finde dass das buch auch diese unausweichlichkeit des zu geschehenden mit z.b. 'catcher in the rye' gemein hat. und diese art altklugheit des titelhelden die ihm aber in der bewaeltigung des lebens ueberhaupt nichts bringt.
sollte vielleicht franny & zoey noch mal lesen ...
und