Nun ist es also fix. Die KPÖ-Führung (bzw. das, was von ihr übrig ist)
hat heimlich, still und leise das Objekt in der Wielandgasse 2-4
verscherbelt. Es dürfte nicht leicht gewesen sein, das EKH los zu
werden. Die MieterInnen sind ja nicht unbedingt das, was sich Hausherren
wünschen. Zudem muss jeder Käufer versuchen, die Bude leer zu kriegen:
Mit der symbolischen Miete von einem Schilling lässt sich ja schwerlich
die ortsübliche Grundrente realisieren. Der neue Besitzer hat sich also
einen Haufen Probleme eingekauft.
Gerüchte über den Verkauf kursierten seit Wochen. So sickerte schon vor
einiger Zeit durch, dass im Rathaus ein fertig unterschriebener
Räumungsbescheid in der Schublade liegt. Begründung: Baupolizeiliche
Notmaßnahmen. Einzig ihr "soziales Gewissen" habe die Gemeindebonzen
davon abgehalten, unmittelbar vor dem Winter für einen Haufen neuer
Obdachloser zu sorgen, weiß die gleiche - schon bei früheren
Häuserkämpfen recht zuverlässige - Quelle.
Nun geht es natürlich rund in der Linken, denn die "Baier-Partie" hat
damit wieder mal mächtig Wasser auf die Mühlen ihrer innerparteilichen
GegnerInnen geleitet. Noch ein bisschen zünftiger wird die Post freilich
abgehen, wenn auffliegt, mit wem die Konkursverwalter des
Austrostalinismus da gedealt haben.
Schauen wir uns dieses obskure Geschäft und die damit einhergehende
Rechtskonstruktion doch etwas genauer an. Als neue Hausverwaltung tritt
die Firma "Gustav Petri & Co" in Erscheinung. Der werden in
Maklerkreisen einschlägige Erfahrungen im "Bestandfreimachen" von
Spekulationsobjekten (und ein solches ist das EKH zweifellos)
nachgesagt. So weit, so schlecht.
Noch windiger und grindiger wird die Sache, wenn wir uns den neuen
Besitzer, die eigens zu diesem Zweck gegründete "Wielandgasse 2-4
Vermietungsges.m.b.H", anschauen. Als deren Geschäftsführer tritt ein
gewisser Christian Machowetz auf. Dieser betreibt im 15. Bezirk das
"Security Management Christian Machowetz", welches sich laut
Gewerberegister mit "Kfz-Verleih, Organisation u. Vermittlung von
öffentlichen Veranstaltungen, Sicherheitsgewerbe (Berufsdetektive,
Bewachungsgewerbe)" beschäftigt. In der florierenden Security-Branche
gelten die Machowetz-Leute als besonders toughe Jungs, die auch dort
hinlangen und einschreiten, wo andere Sicherheitsfirmen sich lieber
nicht die Pfoten dreckig machen. Zum Beispiel als Gorillas für diverse
FPÖ-Größen wie Stadler, Haider, Kabas und so.
Das ist keineswegs verwunderlich, wenn man sich das Vorleben des Herrn
Machowetz anschaut. Der fiel nämlich spätestens 1977 erstmalig in
rechtsextremem Zusammenhang auf: er unterschrieb damals bei den
ÖH-Wahlen eine Unterstützungserklärung für die neonazistische (und
später verbotene) "Aktion Neue Rechte" (ANR) des Bruno Haas. Nur damit
das klar ist: 1977, das war die Zeit, in der es auf der Wiener Uni
praktisch täglich zu gröberen Scharmützeln mit den äußerst aggressiv
auftretenden ANR-Schlägertrupps kam. Die Nazis verkauften ihre Aktionen
übrigens damals als den Versuch, gegen den "roten Terror an den Unis"
anzutreten und für "Sicherheit und Ordnung" zu sorgen. War quasi auch
als "Security Service" gedacht.
Auch wenn davon auszugehen ist, dass ANR-Machowetz nur als Strohmann für
den eigentlichen Käufer auftritt, so müssten dennoch bei KPÖ-Boss Walter
Baier und seinem Finanzreferenten Michael Graber sämtliche Alarmglocken
geschrillt haben. Beide waren nämlich damals Spitzenfunktionäre des KSV.
Und der KSV war es, der mittels Klage beim Verfassungsgerichtshof die
ANR-Kandidatur bei den ÖH-Wahlen anfocht. Und der Klage lagen die
Unterstützungserklärungen bei. Mit drauf: Baier-Geschäftspartner
Christian Machowetz.
Fürs EKH lässt diese Konstellation, die an Zynismus kaum mehr zu
überbieten ist, jedenfalls nix Gutes erwarten.
unser mikrokino findet nicht mehr im 7*STERN statt. die KPÃ-, welche das
7*STERN betreibt, hat das ernst kirchweger-haus (EKH) in favoriten
verkauft, wie dieser tage bekannt wurde. das EKH ist seit fast 15 jahren
eines der lebendigsten politischen projekte in der stadt: linke
kurdische gruppen, flüchtlinge, ein infoladen, eine volxbibliothek,
werkstätten, proberäume und viele andere projekte leben in diesem haus
neben- und miteinander, autonom und ohne subventionen. das volxtheater
favoriten, die volxtheaterkarawane und auch unsere filmgruppe kinoki
sind hier entstanden. wir haben bereits letztes jahr angekuendigt, dass
wir unsere reihe nicht mehr im 7*STERN veranstalten wuerden, sollte die
KPÃ- das ernst kirchweger-haus verkaufen.
das ist nun geschehen. die KPÃ- argumentiert mit monetären sachzwängen
nach dem verlorenen treuhand-prozess. wir halten den verkauf des EKH
fuer eine sauerei und eine politische bankrotterklärung. was ist von
einer partei zu halten, die um einer fiktiven revolutionären perspektive
willen ein projekt zerstört, welches seit jahren antikapitalismus,
antifaschismus und kreativen widerstand lebt und vervielfältigt?
wir möchten uns bei den menschen im 7*STERN bedanken, die uns
unterstützt und die filmreihe ermöglicht haben: bei el awadalla, barbara
sabitzer, attila akkay, allen kollegInnen in der gastronomie und auch
bei der KPÃ- wien für die kostenlose zurverfügungstellung des
7*STERN-saales. seit ulli fuchs 1998 als damalige programm-leiterin
kinoki ins 7*STERN holte, fanden 118 filmprogramme im rahmen der reihe
statt. sie funktioniert weitestgehend ohne öffentliche subventionen und
wird ermöglicht durch die unkostenbeiträge des publikums.
das mikrokino wird im november und dezember an unterschiedlichen orten
auftauchen. den 2-woechentlichen rhythmus behalten wir bei: zunächst
laden wir ins EKH zum naechsten termin am montag den 1.11. ein, am
montag den 15.11. sind wir im aktionsradius augarten zu gast.
detaillierte angaben finden sich unten.
mit herzlichem gruss, das team von kinokis mikrokino: ulli fuchs
(kassa), peter grabher (programmierung und conferance)
Politische Filmabende, am 1. und 3. Montag des Monats. UKB 4 Euro
kinoki. Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung
mikrokino@kinoki.at | http://www.kinoki.at
Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter: http://www.kinoki.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino
Förderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Ã-sterreich.
Einladung #119
Montag, 1. November 2004, 20 Uhr
Ernst Kirchweger-Haus (EKH), 1100 Wien, Wielandgasse 2-4 (>14A, U1
Keplerplatz)
KINOKIS MIKROKINO PRÃ"SENTIERT:
ANLÃ"SSLICH DER US-PRÃ"SIDENTSCHAFTSWAHLEN
#120
Montag, 15. November 2004, 20 Uhr
Aktionsradius Augarten, 1200, GauÃYplatz 11 (Tel. & Fax: 332 26 94, > 31,
5A oder U4 Friedensbrücke)
KINOKIS MIKROKINO PRÃ"SENTIERT IN KOOPERATION MIT DEM "AUGUSTIN":
VON DER OBDACHLOSIGKEIT
Der schwarze Film (Crni Film)
Zelimir Zilnik, Jugoslawien 1971, jug. OF mit dt. Untertiteln
"Eines Nachts liest Zelimir Zilnik zehn Obdachlose von den StraÃYen Novi
Sads auf und bietet ihnen an, bei ihm zu wohnen. Während die Obdachlosen
in seiner Wohnung sitzen, befragt Zilnik den Sozialdienst, Leute auf der
StraÃYe und die Polizei, was er mit den Obdachlosen tun soll. Er stöÃYt
auf allgemeine Rat- und Teilnahmslosigkeit. Die Anprangerung eines
sozialen Missstands scheint im besten Sinne gelungen, doch dem
Filmemacher kommen Selbstzweifel. Er fühlt sich als Voyeur des Asozialen
mitschuldig am Elend der Obdachlosen. In einem kaum geschnittenen
Interviewstil und mit Handkamera gedreht, zeigt "Der schwarze Film" die
Armseligkeit eines abstrakten Humanismus." (TV Movie)
Manolo recicla - El senor de los carros (Manolo Recycles - The Lord of
The Trollies)
Manolo Gonzalez Ramos, Spanien 2004, 60 Min., span. OF mit engl.
Untertiteln, DVD
Manolo ist ein besonderer Mann, er hat Humor, steckt voller Vitalität
und Lebensfreude - und lebt auf der StraÃYe. Er sammelt, was die Leute
wegwerfen und ihm noch brauchbar erscheint. Er führt die Sachen im
Einkaufswagerln durch die Stadt und verkauft sie. Ein harter Job. Manolo
verrichtet ihn mit Leidenschaft und Akribie. Der Film enthüllt uns nach
und nach Manolos Lebensgeschichte, wie und warum er auf der StraÃYe lebt.
Wir erfahren, dass Manolo eigentlich eine Wohnung hat, aber die ist
unbenutzbar, weil sie bis zum Anschlag vollgestopft ist mit
Flohmarktsachen. Wie so viele Männer auf der StraÃYe ist Manolo
Alkoholiker. Er erkrankt akut an Leberzirrhose und stirbt zuletzt einsam
im Spital. Der Filmemacher Manuel Gonzalez Ramos begleitet ihn über drei
Jahre bis zu seinem Tod, sein Film setzt ihm ein Denkmal. Dem 37jährigen
Ramos, der in GroÃYbritannien studiert hat und dann eigentlich Kunst- und
Werbefilme gemacht hat, ist ein einfühlsames Portrait eines besonderen
Menschen gelungen.
Der Augustin als Gesamtkunstwerk
Erich Rappolt, Marc Nana-Gyan Aekwonu, Sebastian de Vos; A 2004, 20 Min.
Video-Porträt des "Augustin" und seiner zahlreichen Projekte.
Abschlussarbeit eines sozialarbeiterischen Film-Workshops.
nur mal so geposte
Nun ist es also fix. Die KPÖ-Führung (bzw. das, was von ihr übrig ist)
hat heimlich, still und leise das Objekt in der Wielandgasse 2-4
verscherbelt. Es dürfte nicht leicht gewesen sein, das EKH los zu
werden. Die MieterInnen sind ja nicht unbedingt das, was sich Hausherren
wünschen. Zudem muss jeder Käufer versuchen, die Bude leer zu kriegen:
Mit der symbolischen Miete von einem Schilling lässt sich ja schwerlich
die ortsübliche Grundrente realisieren. Der neue Besitzer hat sich also
einen Haufen Probleme eingekauft.
Gerüchte über den Verkauf kursierten seit Wochen. So sickerte schon vor
einiger Zeit durch, dass im Rathaus ein fertig unterschriebener
Räumungsbescheid in der Schublade liegt. Begründung: Baupolizeiliche
Notmaßnahmen. Einzig ihr "soziales Gewissen" habe die Gemeindebonzen
davon abgehalten, unmittelbar vor dem Winter für einen Haufen neuer
Obdachloser zu sorgen, weiß die gleiche - schon bei früheren
Häuserkämpfen recht zuverlässige - Quelle.
Nun geht es natürlich rund in der Linken, denn die "Baier-Partie" hat
damit wieder mal mächtig Wasser auf die Mühlen ihrer innerparteilichen
GegnerInnen geleitet. Noch ein bisschen zünftiger wird die Post freilich
abgehen, wenn auffliegt, mit wem die Konkursverwalter des
Austrostalinismus da gedealt haben.
Schauen wir uns dieses obskure Geschäft und die damit einhergehende
Rechtskonstruktion doch etwas genauer an. Als neue Hausverwaltung tritt
die Firma "Gustav Petri & Co" in Erscheinung. Der werden in
Maklerkreisen einschlägige Erfahrungen im "Bestandfreimachen" von
Spekulationsobjekten (und ein solches ist das EKH zweifellos)
nachgesagt. So weit, so schlecht.
Noch windiger und grindiger wird die Sache, wenn wir uns den neuen
Besitzer, die eigens zu diesem Zweck gegründete "Wielandgasse 2-4
Vermietungsges.m.b.H", anschauen. Als deren Geschäftsführer tritt ein
gewisser Christian Machowetz auf. Dieser betreibt im 15. Bezirk das
"Security Management Christian Machowetz", welches sich laut
Gewerberegister mit "Kfz-Verleih, Organisation u. Vermittlung von
öffentlichen Veranstaltungen, Sicherheitsgewerbe (Berufsdetektive,
Bewachungsgewerbe)" beschäftigt. In der florierenden Security-Branche
gelten die Machowetz-Leute als besonders toughe Jungs, die auch dort
hinlangen und einschreiten, wo andere Sicherheitsfirmen sich lieber
nicht die Pfoten dreckig machen. Zum Beispiel als Gorillas für diverse
FPÖ-Größen wie Stadler, Haider, Kabas und so.
Das ist keineswegs verwunderlich, wenn man sich das Vorleben des Herrn
Machowetz anschaut. Der fiel nämlich spätestens 1977 erstmalig in
rechtsextremem Zusammenhang auf: er unterschrieb damals bei den
ÖH-Wahlen eine Unterstützungserklärung für die neonazistische (und
später verbotene) "Aktion Neue Rechte" (ANR) des Bruno Haas. Nur damit
das klar ist: 1977, das war die Zeit, in der es auf der Wiener Uni
praktisch täglich zu gröberen Scharmützeln mit den äußerst aggressiv
auftretenden ANR-Schlägertrupps kam. Die Nazis verkauften ihre Aktionen
übrigens damals als den Versuch, gegen den "roten Terror an den Unis"
anzutreten und für "Sicherheit und Ordnung" zu sorgen. War quasi auch
als "Security Service" gedacht.
Auch wenn davon auszugehen ist, dass ANR-Machowetz nur als Strohmann für
den eigentlichen Käufer auftritt, so müssten dennoch bei KPÖ-Boss Walter
Baier und seinem Finanzreferenten Michael Graber sämtliche Alarmglocken
geschrillt haben. Beide waren nämlich damals Spitzenfunktionäre des KSV.
Und der KSV war es, der mittels Klage beim Verfassungsgerichtshof die
ANR-Kandidatur bei den ÖH-Wahlen anfocht. Und der Klage lagen die
Unterstützungserklärungen bei. Mit drauf: Baier-Geschäftspartner
Christian Machowetz.
Fürs EKH lässt diese Konstellation, die an Zynismus kaum mehr zu
überbieten ist, jedenfalls nix Gutes erwarten.
es zieht seine kreise...
-----
Datum: Mon, 25 Oct 2004 23:56:33 +0100
Von: p
Antwort an: p
Betreff: [kinoki-mikrokino] kinokis mikrokino verlässt 7*STERN
An: kinoki-mikrokino@action.at
liebe freundInnen von kinoki,
unser mikrokino findet nicht mehr im 7*STERN statt. die KPÃ-, welche das
7*STERN betreibt, hat das ernst kirchweger-haus (EKH) in favoriten
verkauft, wie dieser tage bekannt wurde. das EKH ist seit fast 15 jahren
eines der lebendigsten politischen projekte in der stadt: linke
kurdische gruppen, flüchtlinge, ein infoladen, eine volxbibliothek,
werkstätten, proberäume und viele andere projekte leben in diesem haus
neben- und miteinander, autonom und ohne subventionen. das volxtheater
favoriten, die volxtheaterkarawane und auch unsere filmgruppe kinoki
sind hier entstanden. wir haben bereits letztes jahr angekuendigt, dass
wir unsere reihe nicht mehr im 7*STERN veranstalten wuerden, sollte die
KPÃ- das ernst kirchweger-haus verkaufen.
das ist nun geschehen. die KPÃ- argumentiert mit monetären sachzwängen
nach dem verlorenen treuhand-prozess. wir halten den verkauf des EKH
fuer eine sauerei und eine politische bankrotterklärung. was ist von
einer partei zu halten, die um einer fiktiven revolutionären perspektive
willen ein projekt zerstört, welches seit jahren antikapitalismus,
antifaschismus und kreativen widerstand lebt und vervielfältigt?
wir möchten uns bei den menschen im 7*STERN bedanken, die uns
unterstützt und die filmreihe ermöglicht haben: bei el awadalla, barbara
sabitzer, attila akkay, allen kollegInnen in der gastronomie und auch
bei der KPÃ- wien für die kostenlose zurverfügungstellung des
7*STERN-saales. seit ulli fuchs 1998 als damalige programm-leiterin
kinoki ins 7*STERN holte, fanden 118 filmprogramme im rahmen der reihe
statt. sie funktioniert weitestgehend ohne öffentliche subventionen und
wird ermöglicht durch die unkostenbeiträge des publikums.
das mikrokino wird im november und dezember an unterschiedlichen orten
auftauchen. den 2-woechentlichen rhythmus behalten wir bei: zunächst
laden wir ins EKH zum naechsten termin am montag den 1.11. ein, am
montag den 15.11. sind wir im aktionsradius augarten zu gast.
detaillierte angaben finden sich unten.
mit herzlichem gruss, das team von kinokis mikrokino: ulli fuchs
(kassa), peter grabher (programmierung und conferance)
Link:
http://www.med-user.net/ekh/
KINOKIS MIKROKINO
Politische Filmabende, am 1. und 3. Montag des Monats. UKB 4 Euro
kinoki. Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung
mikrokino@kinoki.at | http://www.kinoki.at
Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter:
http://www.kinoki.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino
Förderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Ã-sterreich.
Einladung #119
Montag, 1. November 2004, 20 Uhr
Ernst Kirchweger-Haus (EKH), 1100 Wien, Wielandgasse 2-4 (>14A, U1
Keplerplatz)
KINOKIS MIKROKINO PRÃ"SENTIERT:
ANLÃ"SSLICH DER US-PRÃ"SIDENTSCHAFTSWAHLEN
Unprecedented: The 2000 Presidential Election
Richard Ray Pérez & Joan Sekler, USA 2002, 50 Min., englische
Originalfassung, Video
Ein fesselnder Dokumentarfilm über die amerikanische
Präsidentschaftswahl 2000 im Bundesstaat Florida. Die Regisseure
Richard R. Perez und Joan Sekler untersuchen den umstrittensten
politischen Wettstreit in der modernen Geschichte der USA und entwerfen
ein beunruhigendes Bild von verdächtigen UnregelmäÃYigkeiten,
Wahlunrecht und Manipulation von Wahllisten.
Berkeley Film and Video Festival Grand Festival Award Documentary
NY International Film Festival Grand Jury Prize for Best Documentary
AnschlieÃYend zeigen wir weitere Videos zum Anlass.
Link:
http://www.unprecedented.org/
***
Vorschau:
#120
Montag, 15. November 2004, 20 Uhr
Aktionsradius Augarten, 1200, GauÃYplatz 11 (Tel. & Fax: 332 26 94, > 31,
5A oder U4 Friedensbrücke)
KINOKIS MIKROKINO PRÃ"SENTIERT IN KOOPERATION MIT DEM "AUGUSTIN":
VON DER OBDACHLOSIGKEIT
Der schwarze Film (Crni Film)
Zelimir Zilnik, Jugoslawien 1971, jug. OF mit dt. Untertiteln
"Eines Nachts liest Zelimir Zilnik zehn Obdachlose von den StraÃYen Novi
Sads auf und bietet ihnen an, bei ihm zu wohnen. Während die Obdachlosen
in seiner Wohnung sitzen, befragt Zilnik den Sozialdienst, Leute auf der
StraÃYe und die Polizei, was er mit den Obdachlosen tun soll. Er stöÃYt
auf allgemeine Rat- und Teilnahmslosigkeit. Die Anprangerung eines
sozialen Missstands scheint im besten Sinne gelungen, doch dem
Filmemacher kommen Selbstzweifel. Er fühlt sich als Voyeur des Asozialen
mitschuldig am Elend der Obdachlosen. In einem kaum geschnittenen
Interviewstil und mit Handkamera gedreht, zeigt "Der schwarze Film" die
Armseligkeit eines abstrakten Humanismus." (TV Movie)
Manolo recicla - El senor de los carros (Manolo Recycles - The Lord of
The Trollies)
Manolo Gonzalez Ramos, Spanien 2004, 60 Min., span. OF mit engl.
Untertiteln, DVD
Manolo ist ein besonderer Mann, er hat Humor, steckt voller Vitalität
und Lebensfreude - und lebt auf der StraÃYe. Er sammelt, was die Leute
wegwerfen und ihm noch brauchbar erscheint. Er führt die Sachen im
Einkaufswagerln durch die Stadt und verkauft sie. Ein harter Job. Manolo
verrichtet ihn mit Leidenschaft und Akribie. Der Film enthüllt uns nach
und nach Manolos Lebensgeschichte, wie und warum er auf der StraÃYe lebt.
Wir erfahren, dass Manolo eigentlich eine Wohnung hat, aber die ist
unbenutzbar, weil sie bis zum Anschlag vollgestopft ist mit
Flohmarktsachen. Wie so viele Männer auf der StraÃYe ist Manolo
Alkoholiker. Er erkrankt akut an Leberzirrhose und stirbt zuletzt einsam
im Spital. Der Filmemacher Manuel Gonzalez Ramos begleitet ihn über drei
Jahre bis zu seinem Tod, sein Film setzt ihm ein Denkmal. Dem 37jährigen
Ramos, der in GroÃYbritannien studiert hat und dann eigentlich Kunst- und
Werbefilme gemacht hat, ist ein einfühlsames Portrait eines besonderen
Menschen gelungen.
Der Augustin als Gesamtkunstwerk
Erich Rappolt, Marc Nana-Gyan Aekwonu, Sebastian de Vos; A 2004, 20 Min.
Video-Porträt des "Augustin" und seiner zahlreichen Projekte.
Abschlussarbeit eines sozialarbeiterischen Film-Workshops.
Links:
http://www.augustin.bus.at/
revolution will not be televised
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